Als nachhaltig denkender Designer kommt man nicht darum herum, sich auch mit dem Thema Recycling oder Upcycling zu beschäftigen.

Wie kann man Müll reduzieren, Stoffreste in etwas Schönes verwandeln oder bereits Getragenes umgestalten und den Lebenszyklus des Kleidungsstücks verlängern? Leider sieht die Umsetzung von all diesen Gedankengängen dann oft für den modernen, urbanen Konsumenten etwas unmodisch oder “öko” aus. Bei allen noch so gut gemeinten Vorhaben, möchte man ja dann doch nicht aussehen, als ob man einige traurig wirkende Kleidungsstücke aus der Altkleidersammlung wahllos und konzeptlos aneinander genäht hat.

Um dieses Problem zu lösen, kann man die alte japanische Technik des Sashiko, bei der es sich um eine spezielle Verzierart handelt, anwenden. Ursprünglich wurde mit den einfach zu stickenden Motiven Fehler, Risse oder Löcher ausgebessert. Traditionell wird ein weißer Baumwollfaden verwendet. Sehr bekannt sind Stickereien auf blauem Indigo-gefärbtem Untergrund.

In vorangegangen Kollektionen habe ich diese Technik bereits mehrfach für individuelle Einzelanfertigungen angewendet.

 

Ich kann natürlich Leute verstehen, die lieber neue, aufregende Kleidungsstücke tragen und kaufen wollen. Bei dem einen oder anderen Lieblingsstück macht es jedoch vielleicht doch Sinn, Reparaturen vornehmen zu lassen oder es länger zu tragen.

Ich liebe es, nebenbei in interessanten, (Mode-)Blogs zu stöbern, aber auch in echten gedruckten Büchern zu lesen. Es beruhigt mich, in wunderschön gestalteten Büchern aller Art zu blättern, um neue Ideen und Inspirationen zu finden.

Ein Buch ist für viele, besonders Arty People, ein wunderbares Geschenk. Und für diesen tollen und zeitlosen Artikel gibt es mit der Furoshiki-Methode, einer alten japanischen Kunsttechnik, eine einfach praktische Verpackungsmöglichkeit ohne Geschenkspapier zu verschwenden.

Wichtig dabei ist, ein quadratisches Stück Stoff mit den Maßen 70x70cm, oder noch besser 100x100cm zu verwenden.

Was würdet ihr den noch gerne mit Furoshiki verpacken?

Wie man ganz einfach Geschenke verpackt, in dem man seine alten, schönen Modemagazine wiederverwendet, habe ich euch bereits in einem anderen Blogbeitrag gezeigt.

Aber was tun, wenn man grade keine Modemagazine zur Hand hat? Beim Durchforsten und Aufräumen meiner Wohnung und meines Ateliers fiel mir auf, wie viele verschiedene Papierarten sich in wenigen Wochen ansammeln. Alte Zeitungen, Packpapier von Warenlieferungen oder Blumen, etc.

Aus diesem Bestand lässt sich ganz leicht eine originelle Papiertasche basteln, in der man die unterschiedlichen Geschenke verpacken kann, um auf das fröhliche Gesicht der/des Beschenkten zu warten. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Unermüdlich denke ich nach, was man aus Papierresten noch machen kann, anstatt sie unachtsam wegzuwerfen. Was sind eure Tipps?

 

 

Wir kennen das alle. Man schenkt sich ja nix – und trotzdem überlegt man schon wochenlang vor Weihnachten wem man was schenken kann und sollte. Wenn man dann alle schönen „Kleinigkeiten“ zusammengesammelt und stolz wie ein Jäger vor seiner Beute steht, kommt für manche erst der wahre Albtraum. Die ganzen wunderbaren Sachen müssen jetzt noch eingepackt werden. Als nachhaltig denkender Mensch, ist das für mich auch immer eine heikle Angelegenheit – soll man wirklich Geschenkpapier, das mit ziemlicher Gewissheit im Müll landet, verwenden? Was wäre noch möglich?

Beim Thema Weihnachtsdeko stellt sich für mich als Interiordekor-Liebhaber ein ähnlich schwieriges Problem.

Im Folgenden bin ich auf zwei gute Möglichkeiten gekommen, wie man zum einen schöne Weihnachtssterne, die übrigens dieses Jahr auch den Shakkei Store in Wien festlich schmücken und zum andern eine ganz einfache Verpackung aus alten Modemagazinen basteln kann. In Video zeige ich Bastelanleitungen für die Lösung beider Probleme.

Natürlich soll dieser Blogeintrag ein Denkanstoß sein, was man alles zum Verpacken heranziehen kann. Ich bin sehr auf Eure Reaktionen und Vorschläge gespannt.

Da das Thema Verpackung mich sehr fasziniert, ist dies der Auftakt einer kleinen Serie- deshalb: to be continued…

#maximaComepass

Wer schon einmal das eine oder andere Kleidungsstück zugeschnitten hat, kennt das Phänomen: auch wenn man noch so lange versucht hat das Schnittbild (Lagebild) zu optimieren, irgendwann steht man knöchelhoch in Schnittabfällen.
Als nachhaltig denkender Designer versucht man dann noch aus dem kleinsten Stück Stoff etwas Schönes zu zaubern, allerdings bleiben trotzdem immer noch genug Abfallreste über. Was kann man also tun um dieser Verschwendung Einhalt zu gebieten? Dieser Gedankengang sollte doch für die Modeindustrie sowohl eine ökologische Überlegung als auch eine ökonomische wert sein, da ca. 15% der Stoffe in der Industrie durch Verschnitt direkt in den Müll wandern. Das Zauberwort auf den ersten Blick heißt „Zerowaste-Schnitt“. Bei dieser Technik versucht man die gesamte Stoffbreite auszunutzen und so komplett auf Verschnitt zu verzichten. Auch ich beschäftige mich schon seit Jahren mit diesem Thema, und versuche auch immer, diesen Designansatz in meine Kollektionen zu integrieren.

Alter Wein in neuen Schläuchen?

Die Idee, keinen Stoff zu vergeuden ist nicht neu. In vielen Kulturkreisen finden sich Ansätze zu Zerowaste. Immer wieder werden auf Blogs und auch in der einschlägigen Fachliteratur der japanische Kimono und der indische Sari genannt. Allerdings muss man geographisch gar nicht so weit gehen, denn auch im antiken Griechenland findet man die beiden Kleidungsstücke Chiton und Chlamys, die eindeutig dieser Schnittkategorie zugerechnet werden können. Hierbei werden rechteckige Stoffbahnen durch Raffung um den Körper drapiert und teilweise mit Nadeln und Schmuckstücken fixiert oder verschlossen.
An dieser Stelle möchte ich allerdings betonen, das bei den genannten Beispielen weniger ein ökologischer Aspekt im Vordergrund stand, sondern schlicht die Tatsache, dass Stoffe und deren Herstellung teuer waren und als etwas sehr Kostbares angesehen wurden.

Die meiner Meinung nach absolute Vorreiterin und Pionierin in Sachen zeitgenössischen Zerowaste Pattern ist die französische Couturiere Madelaine Vionnet, die eigentlich eher als Erfinderin des Schrägschnittes gilt. In ihren Entwürfen finden sich viele Beispiele von quadratischen oder rechteckigen Schnittteilen und lang drapierten Stoffbahnen.

Deko- und Bastelfreunde kommen heute voll auf ihre Rechnung. Mit dieser Kurzanleitung könnt ihr unsere aktuelle Schaufenster-Dekoration einfach zu Hause nachbauen :-) Wir wünschen viel Vergnügen!

Kurze Anleitung um ein Bild in Photoshop so zu bearbeiten, dass man es via Siebdruck auf ein T-shirt drucken kann. Mit dieser Methode ist auch der Druck von Schattierungen möglich.

In der neuen Serie erklärt euch Gabriel was man bei der Erstellung eines Siebdruck Motivs beachten muss.

Mit der traditionellen japanischen Verpackungs-Methode “Furoshiki” lässt sich aus einem quadratischen (!) Tuch in wenigen Schritten eine praktische Umhängetasche falten.

Diesmal präsentiert Gabriel eine Technik, die etwas Abwechslung für Hemdträger verspricht.

Keine Sorge – Ihr bekommt das Hemd wieder ganz glatt durch Waschen und Bügeln :-)